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Zweites Revival des ,,Dieburger Dreiecksrennens " am 22. August

Plakat0202Der Marktplatz bebt, die Luft flimmert, ein Grollen überzieht Dieburgs Innenstadt und das beeindruckte Publikum sieht mit glänzenden Augen den Rennmotorrädern und Gespannen hinterher, als diese zum Vorstart an die Groß-Umstädter Straße aufbrechen, um sich dann selbst auf den Weg zum ehemaligen Dreieckskurs zu begeben. So war das im Jahr 2005, und viele der motorsportbegeisterten Zuschauer und solche, die es an diesem Tage wurden, denken gerne an das erste Revival auf dem ehemaligen Stadtkurs zurück.

Am Samstag, 22. August, wird Dieburg wieder beben: Rund ums Dreieck und im angrenzenden Fahrerlager auf dem Gelände der Mercedes Benz Anota Niederlassung wird zum zweiten Mal das legendäre Dreiecksrennen aufleben.

IMG_4444Blauwal-klein02Das ,,Kabinettstück des deutschen Motorsports", wie es die Presse in den Fünfzigerjahren gerne betitelte, zog bis zu 70000 Zuschauer nach Dieburg. Doch dem in Darmstadt ansässigen Motorsport und Touring Club Starkenburg mit seinem Rennleiter Gustav Petermann war es aus verkehrstechnischen Gründen nicht mehr möglich, nach 1955 ein weiteres internationales Rennen auf dem vergrösserten Dreieckskurs auszutragen.IMG_4546PaceCar-klein02

 Um so mehr freute es Petermann, beim Revival als Beifahrer im Pace Car die Rennmaschinen anzuführen. Die Demonstrationsrunden der Fahrer auf ihren historischen Maschinen liessen erahnen, wie die damaligen Rennsportgrößen in den Jahren 1948 bis 1955 auf Dieburgs Straßen den Asphalt zum Brennen brachten. und dies mit Geschwindigkeiten, die noch heute Ungläubigkeit hervorrufen würden, hätte man es nicht schwarz auf weiß dokumentiert.

IMG_4404Hattig NSU Bullus-klein02Diejenigen, die schon damals am Straßenrand standen und die Rundenzeiten ihrer Idole in ihre Programmheftchen notierten, sahen sich in die Tage ihrer Jugend zurückgeholt. Die heutige Jugend dürfte dagegen erstaunt gewesen sein, welche ,,heißen Events" ihren Eltern und Großeltern damals geboten wurden, wo man an Motorrädern vergeblich nach Plastik suchte und Worte wie Dezibelbegrenzung und Abgasuntersuchung noch nicht erfunden waren.

Um so schöner, wenn man heute solch eine historische Motorsportveranstaltung wieder sehen, riechen und hören kann.

IMG_4527Uwe-klein02Organisiert wird das Revival vom Dieburger Automobil- und Motorradclub im ADAC. Im Organisationsteam tätig sind Ronald Gabele, Karin Garde Gottlieb, Norbert Gottlieb, Thomas Jung, Herbert Kreher, Winni Ostheimer, Alexander Petermann, Christian, Matthias und Uwe Schott sowie Rainer Wieshoff. Unterstützt wird die IG Dreiecksrennen zudem von Inga Riepert, Johannes Spieß, Hannes Vater und vielen Freunden dieser traditionsreichen Veranstaltung, die Dieburg damals zu einem festen Begriff im deutschen Motorsport machte.

Die im Jahr 2005 gestarteten zwei Präsentationsläufe finden nun ihre Fortsetzung in vier Läufen, getrennt nach Klassen und Baujahren.

IMG_4311Fahrerlager-klein02Startzeiten:
Folgende Zeiten sind für die einzelnen Klassen geplant:
14.15 Uhr, 1. Lauf: Straßenzugelassene Motorräder bis Bj. 1976
15 Uhr, 2. Lauf: Solo-Rennmaschinen von Bj. 1956-1976
15.40 Uhr, 3. Lauf: Solo-Rennmaschinen bis Bj. 1955
16.20 Uhr, 4. Lauf: Renngespanne bis Bj. 1976.

Um 10 Uhr öffnet das historische Fahrerlager, hier bietet sich für die Besucher die Gelegenheit, den Schraubern beim Vorbereiten und Einstellen ihrer seltenen Rennmotorräder über die Schulter zu schauen und mit den Fahrern über Technik und Geschichte ihrer schnellen Zwei- und Dreiräder zu reden.


Winni Ostheimer
(Fotos: Jochen Hammer, Vergrößerung durch anklicken)

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